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Das Jahr 2002 bezeichneten wir als unser Jahr des Elefanten. Wir erachteten es als nötig, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich mit unserem Logo nachhaltig identifizieren zu können d.h. wir hofften, durch dieses Symbol weitere Marktpräsenz zu erzielen. Tatsächlich konnte Kids Kidney Care im Jahre 2002 zwei grosse Erfolge aufweisen:

  • Wir erreichten die gewünschte hohe Werbe- und Medienpräsenz durch unser Logo

  • durch unser intensives Engagement für die Transplantation konnte eine Rekordzahl von Organspenderausweise an Interessenten verteilt werden

Hingegen sind die Spendeneingänge für das Jahr 2002 stark zurückgegangen. Unsere Promotionen zeigten eine gute Teilnahme und einen ausgezeichneten Erfolg; unsere Einmal- und Wiederholungsspenden spiegelten aber leider das ökonomische Klima der Schweiz wider und fielen drastisch zurück resp. waren sehr enttäuschend. Nichtsdestotrotz haben wir die nötigen Leistungen an Familien wieder erbringen können und das schweizerische Dialyse Lager nochmals finanziell stark unterstützen können.

 

Das Jahr begann mit einer Feier für transplantierte Kinder. Kids Kidney Care beteiligte sich nochmals als Sponsor des "Nicholas Cup", das von Liz Schick im Wallis durchgeführte Skirennen für transplantierte Kinder. Unter der Schirmherrschaft der World Transplant Games Federation wurden im Januar 44 Kinder aus aller Welt eine Woche lang im Ski Camp in Anzère unterhalten. Ihre grosse Energie und Plausch am Sport – wie "ganz normale Kinder" - zeigte den unwidersprüchlichen Wert der Organspende. Roger Moore, Unicef Botschafter, übergab für uns den Cup an den Gewinner des Rennens, einen elfjährigen Schweizer Jungen, der zwei Jahre zuvor ein 100%-iges Nierenversagen erlitten hatte.

 

Im März organisierten wir unseren ersten Anlass des Jahres. David Hönigsberg, Vize Präsident von Kids Kidney Care zusammen mit Naomi Barker aus England, boten uns ein Konzert für Flügel und Flöte in Basel an. Da er selber als Patient im Basler Kantonsspital für seine medizinische Behandlung nach seiner Nierentransplantation war, entschied er sich dafür, das Konzert in dem Grossen Konferenzsaal durchzuführen. Dr. Christoph Rudin vom Kinderspital Basel half uns, Sponsoren im Baselgebiet für den Anlass zu suchen. Trotz einem weit gestreuten Mailing resultierte leider nur eine sehr tiefe Zuschauerzahl. Vor allem sind wir äussert enttäuscht über die Abteilung Nephrologie am Kantonsspital, wo wir keine Aufnahme für unser Anliegen fanden. Weder das medizinische Personal, noch die Patienten zeigten Interesse. Zudem stiessen wir im Kantonsspital sogar auf Widerstand für unsere Bewerbung des Anlasses. Trotzdem haben wir die kleinen Nierenpatienten des Kinderspitals Basel im 2003 mit Dialyse Ferien im Ausland unterstützen können.

 

An Ostern gaben wir unser zweites Hausjournal "In Touch" heraus. Unser Dank geht hier besonders an die Kiwanis Clubs (Div. 14), welche die ganzen Druckkosten übernahmen, und den Lithografen (Desktop Studio Wirz) der uns unzahlbare Stunden für die Gestaltung und Geduld schenkte. Durch "In Touch" können wir über unsere vorhergegangenen Aktionen berichten, über die Nierenkrankheit informieren und Geschichten über transplantierten Kinder der Öffentlichkeit näher bringen. Den beteiligten Eltern danken wir für den vertieften Einblick in ihren Alltag. Ein ganz spezieller Dank geht an die Familie Flury, die uns erlaubt hat, einen exklusiven Bericht über den Tod ihres achtjährigen Sohnes zu veröffentlichen: Sein Tod und die nachträgliche Organspende hat mehreren Kindern das Leben gerettet.

 

Unsere Muttertagsaktion "Liebe zweimal schenken" hat nochmals mit der Mithilfe der Mitglieder des Kiwanis Clubs (Div. 14), sowie verschiedener Frauenorganisationen, stattgefunden. Der substantielle Erlös davon haben wir - ganz im Sinne des Muttertags - zur Entlastung von Müttern mit chronisch-nierenkranken Kindern verwendet.

 

Anlässlich unserer Generalversammlung konnten wir mit grosser Freude Frau Beatrice Schnarwyler als neues Mitglied im Vorstand willkommen heissen. Schwester Beatrice ist die Renal Nurse im Kinderspital Zürich und hat dadurch viel Kontakt mit den Kindern, denen wir helfen. Sie kennt die begleitenden Probleme der Dialyse und kann Kids Kidney Care mit medizinischen Inputs bereichern, selbstverständlich immer unter Berücksichtigung, dass die Regeln des Vertrauens zwischen Patienten und Mediziner eingehalten werden. Durch ihre enge Beziehung zur Nierenkrankheit ist sie auch eine hervorragende Botschafterin für die Hilfsorganisation.

 

Im Frühling wurden die Zwillingstöchter der Präsidentin von Idee Suisse eingeladen, um eine einminütige Botschaft für SFDRS und die Expo 2002 abzuliefern. Die zehnjährige Camilla sprach im Film über ihre persönlichen Zukunftswünsche, wobei sie auch das Publikum bat, Spenderausweise stets auf sich zu tragen. So könnte die Bevölkerung Kindern - und besonderes ihrer Schwester Leonie - mit einer Organspende das Leben verbessern resp. retten. Durch den ganzen Sommer hindurch konnten alle Besucher in Biel ihrer Botschaft wiederholt zuschauen bzw. -hören.

 

Am 22 Juni nahmen wir am Tag der Organspende teil. Kids Kidney Care reiste nach Winterthur, um die Bevölkerung im Stadtzentrum über die Organspende zu sensibilisieren. In unserem Informationszelt, wo wir über die Hilfsorganisation, die Nierenkrankheit und die Transplantation mittels Broschüren von Kids Kidney Care und Swiss Transplant informierten, diskutierten wir im Durchschnitt mit dreissig Personen pro Stunde, die für sich und ihre Angehörigen Spenderausweise und eine positive Einstellung dazu mitnahmen. Wir konnten "Give-aways" von Swiss Transplant verschenken und auch unsere eigenen Logo-Buttons verkaufen.

 

Im Juni fand auch unser erster grosser Elefanten-Verkauf statt, welcher von den Sammlern mit Begeisterung aufgenommen wurde. Auf der Gemüsebrücke in der Stadt Zürich verkauften wir gespendete Elefanten jeglicher Art – von Plüschtieren und Spielzeugen bis zu Kristall- oder Holzkunstwerken, von importierten Porzellanwaren bis zu gebastelten Schmuckstücken von Dialysepatienten des Kinderspitals. Gleichzeitig lancierten wir unsere Aktion "Es ist smart, nierenkranke Kinder zu unterstützen". Wir boten dem Publikum die Gelegenheit, mittels dem Kauf eines Elefanten-Logo-Buttons und einer Mindestspende von Fr. 5.- an der Verlosung eines Smart Autos teilzunehmen. Den Smart konnten wir zu einem sehr günstigen Preis kaufen, welcher mit Spenden von unsere Sponsoren gedeckt wurde.

 

Für diese kombinierte Aktion erhielten wir eine grossartige finanzielle Unterstützung von der APG, die uns gratis Werbeflächen in der Stadt Zürich im Wert von Fr. 53'000.- schenkten; der Ernst Hiestand AG, welche die Flyer und Poster dafür auf karitativer Basis gestaltete; J.E. Wolfensberger, Druckerei, unterstützte uns mit absoluten Tiefpreisen; ein Radiospot, der während einer Woche ausgestrahlt wurde, ist uns von Radio 24 geschenkt worden – die Ex Miss Schweiz Mahara McKay verzichtete auf ihr Honorar dafür. Unser "Elefanten-Eldorado" wurde in verschiedenen Zürcher Zeitungen und nochmals durch Mahara McKay in der Schweizer Illustrierte vorangekündigt. Den Smart präsentierten wir bis Ende November einem zahlreichen Publikum anlässlich verschiedener Märkte, Anlässen und Vorträgen.

 

In der ersten Ausstrahlung von PULS nach der Sommerferien, konnten 620'000 Zuschauer die Krankheitsgeschichte von Leonie Zeller erfahren. Die Präsidentin und ihre Kinder standen zwei Tage für SFDRS zu Hause zur Verfügung, wobei sie in ihrem Alltag gefilmt wurden. Ebenfalls wurde Leonie bei der Ergotherapie, sowie bei einem Besuch auf der Dialysestation gefilmt. Die Sendung half dem Zuschauerpublikum, die genaue Funktion der Nieren zu verstehen resp. die Auswirkung der nicht funktionierenden Niere kennen zu lernen. Nachdem diese Sendung ausgestrahlt wurde, hat Leonie aber den Wunsch geäussert, in Zukunft nicht mehr an der Öffentlichkeitsarbeit teilnehmen zu müssen – ein Wunsch, der selbstverständlich von den Eltern, sowie dem Vorstand von Kids Kidney Care und dem Spitalpersonal akzeptiert wird.

 

Unter vielen Hilfsorganisationen wurde Kids Kidney Care von der Familie Knie ausgewählt, sich im September den Besuchern des Kinderzoos in Rapperswil vorzustellen. Rund um den Elefanten konnten wir den grossen und kleinen Besuchern ein Programm mit Informationen, Fundraising und Unterhaltung anbieten:

  • Information:
    Zelt mit Dialyse-Apparaten, Broschüren, Spenderausweisen und Grafiken über die Nierenkrankheit

  • Unterhaltung:
    Mittels einem Elefanten-Logo-Malwettbewerb und einer Elefanten Schatzsuche

  • Fundraising:
    Mit dem Verkauf unserer Elefanten-Logo-Buttons und dem Smart Wettbewerb.

Als Höhepunkt unseres Aufenthalts im Kinderzoo organisierten wir einen Brieftauben-Auflass mit 900 Vögeln. Eine Schar von Prominenten hat vor dem Spektakel schneeweisse Tauben aus der Hand zum Fliegen aufgelassen als Symbol der Unterstützung für nierenkranke Kinder durch Kids Kidney Care. Danach öffneten die Prominenten gleichzeitig die vielen Käfige vor dem zahlreich erschienenen Publikum. Für uns repräsentierte jede Taube eine von nierenkranken Kindern auf der lebensnotwendigen Dialyse verbrachte Stunde pro Woche. Ingesamt 900 Stunden - allein in der Schweiz. 450 der Vögel wurden von Gönnern gesponsert. Die eingenommenen Spendengelder wurden eingesetzt, um Kindern und Teenagern Nachhilfeunterricht und Ausbildung anzubieten um das Schulungsmanko zu kompensieren, welches durch die langen Stunden in der Dialyse entstanden ist. Unser Dank geht an die Prominenten: Stefan und Renate Angehrn, Anoop Singh, Paloma Würth, Yolanda Tavoli, Sarah Meier und Melanie Bernhard, Edi und Butsch, die zwei Ex Mister Schweiz Viktor Borsodi und Tobias Rentsch, Mireille Jaton, Evelyne Leu, Eva Kay, Ilona Hug und Monika Kälin. Wir bedanken uns auch bei Ellen Ringier, die eine Patenschaft der Zoo Aktion auf sich nahm und vor allem dem Schweizerischen Brieftaubenzüchter-Verein, der auf karitativer Basis den Auflass durchgeführt hat. Die Jungtauben wurden wochenlang von ihren Haltern trainiert, über zwei Tage zusammengesammelt und mit grossem Aufwand in den Kinderzoo transportiert. (Alle sind erfolgreich in ihrem Heimschlag angekommen.)

 

Hier geht auch ein spezieller Dank an unsere MitarbeiterInnen im Zoo: Mütter von transplantierten Kindern, kranke und transplantierte Jugendliche sowie Spitalpersonal und die Dialysespezialisten von Fresenius. Sie alle haben uns stundenweise geholfen, die Arbeit über die zehn Tage im Kinderzoo abzudecken.

 

Im letzten Quartal des Jahres führten wir keine Aktionen durch. Am 6. Dezember verlosten wir - wie vorangekündigt - den Smart. Die Gewinnerin war Frau Brigitte Fuchslin. Wir haben die Teilnehmer des Wettbewerbs darüber informiert und fügten den Briefen einen Flyer bei, in der Hoffnung, eine Weihnachtsspende von den Adressaten zu bekommen. Leider gab es wenig Resonanz, was uns im Glauben bestärkt, dass Direkt-Marketing für Kids Kidney Care kein geeignetes Mittel ist, um finanzielle Unterstützung einzuholen.

 

Die Präsidentin Marilyn Zeller arbeitete durch das ganze Jahr im Durchschnitt 5 Stunden pro Tag für Kids Kidney Care. Anfangs 2002 wurde die Präsidentin zu einer allein erziehenden Mutter. Im Bewusstsein dieser Situation und als Dankbarkeit für die vier Jahre ehrenamtlicher Arbeit, die sie trotz eigener Überlastung durch ihr nierenkrankes Kind geleistet hat, entschloss der Vorstand - mit dem Einverständnis unserer Rechtsanwälte und der Revisionsstelle - Frau Zeller als 50% Geschäftsführerin anzustellen. Am Ende jedes Vereins- resp. Finanzjahrs, schliesst der Vorstand einen neuen Vertrag mit Frau Zeller ab, wobei je nach dem Stand der Finanzen, ein neuer Lohn für das folgende Jahr festgesetzt wird. Dies entspricht im Maximum dem Lohn einer Teilzeit-Sekretärin.

 

Nochmals danken wir unseren Kids Kidney Carers, d.h. Firmen, welche uns solidarisch von Jahr zu Jahr mit karitativen Leistungen unterstützen. Dies hilft uns die Werbe- und Administrativ-Kosten tief zu halten. Unsere Rechtsanwälte Baur und Imkamp, sowie die Revisionsstelle Eichenberg Treuhand AG, arbeiten ehrenamtlich. Weiterhin schenkt uns die Kassiererin viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit, für welche wir uns bei ihr herzlich bedanken. Ebenfalls leistet der Vorstand seinen Beitrag weiterhin ohne Honorar. David Hönigsberg, Vize Präsident, führt weiter Vorträge über dir Organspende durch und durch die verschiedenen Chöre die er dirigiert hilft er uns, regelmässig Spendenbeiträge zu gewinnen.

 

 

Die Präsidentin

 

Stadel, im September 2003

 

 

 

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