Jahresbericht 1998


 

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Sehr geehrte Mitglieder, Kids Kidney Carers und alle an unseren Vereinszielen interessierten natürlichen und juristischen Personen

 

Kids Kidney Care wurde an der Gründungsversammlung vom 6. April 1998 offiziell als unabhängige Hilfsorganisation ins Leben gerufen. Nach dem Rat unserer Rechtsanwälte, Baur & Imkamp, entschieden sich die Anwesenden, sie als Verein statt als Stiftung zu gründen. Dadurch wurde es möglich, sofort aktiv werden zu können ohne zuerst ein Stiftungskapital bei der Aufsichtsbehörde in Bern zu deponieren.

 

Der Vorstand schritt dann sofort zur Tat und organisierte die erste Spendenaktion "Leonie's Lauf – Bergauf" um Geld für das Schweizer Dialyse Ferienlager zu sammeln. Da die Tochter der Präsidentin selber nierenkrank ist, hoffte der Vorstand, mit dem Beispiel von Leonie Zeller anderen betroffenen Familien zu zeigen, wie die Personalisierung der Nierenkrankheit positiv auf die Bevölkerung wirken kann, um Verständnis und Unterstützung für alle Nierenkranken zu gewinnen. Der Glaube, dass dies der richtige Weg war, verbunden mit einer Prise Glück und der hervorragenden Leistung von Leonie, machte unseren ersten Auftritt zu einem Super-Erfolg und gewann bei den Medien viel Unterstützung. Von besonderem Interesse war die KIDSSEITE in der "Züri Woche" mit einer Internet-Informationsseite über Nierenkrankheit und die Transplantation.

 

Als direkte Folge dieser Promotion entschloss sich eine Gruppe Jugendlicher vom Zürcher Oberland (Grab the Mountain) ein Open Air Benefiz-Konzert zugunsten Kids Kidney Care zu veranstalten. Mit grossem Eifer überwanden sie zahlreiche Hindernisse, um den Anlass an einem frischen Sommerabend im August auf dem Bachtel durchzuführen. Es spielten junge Popgroups (ohne Gage) vor Jugendlichen aus der Gegend. Grab the Mountain konnte uns einen Netto-Gewinn von Fr. 5'000 schenken. Es war unsere gegenseitige Vereinbarung, das Geld für den Nachhilfeunterricht von dialysierten Teenagern einzusetzen. Dieser Einsatz wird durch Frau Hüppi, Kispi koordiniert.

 

Im September konnten wir eine erstklassige Reportage in der Schweizer Familie feiern. Durch die Transplantation durfte die Familie Soler (Kloten) ihre langjährige Betreuung und Arbeit wegen der Nierenkrankheit endlich hinter sich lassen. Sie erlaubten der Reporterin einen Blick in ihr Leben und gaben damit ihrer Dankbarkeit für die Transplantation Ausdruck in dem entsprechenden Bericht. Die nachhaltige Wirkung des Berichts geniessen nierenkranke Kinder noch heute.

 

Da Kids Kidney Care eine Lobby für Nierenkranke, insbesondere für nierenkranke Kinder und Jugendliche, nach aussen darstellt, sah es der Vorstand als Schwerpunkt, im ersten Jahr den Namen der Organisation unter der Bevölkerung und Sozialdiensten bekannt zu machen. Viel Zeit wurde - und wird – investiert, uns an möglichen Sponsoren zu wenden. Schliesslich ist es unser primäres Ziel, die Mittel für finanzielle Unterstützung zu finden. Dazu wurde der Dialog mit anderen Wohltätigkeits-/ Selbsthilfe-Gruppen/Stiftungen aufgebaut. Es ist dem Vorstand wichtig, ein klares Verständnis über die Arbeit anderer Lobbyisten zu haben und damit Kids Kidney Care auf dem "Charity Markt" richtig zu positionieren.

 

Die Präsidentin machte einen Besuch bei Prof. Philippe Morel, Präsident der Swiss Transplant. Ebenfalls entstand eine intensive Korrespondenz mit Dr. Daniel Vasella, Novartis. Im weiteren bauten wir Kontakte auf zu Herrn Leuenberger von Renaissance, sowie Phoenix, und schlugen gemeinsame Aktionen vor. Wir begannen auch Kontakt mit Gruppen aufzunehmen, deren Konzept der Transplantation gegenüber eher unfreundlich gesinnt war. Wir antworteten auf negative Presse-Berichte um damit einen Ausgleich in der Meinungsbildung der Leser zu schaffen und bearbeiteten kontinuierlich die Medien.

 

Während dem Jahr pflegten wir auch unsere Beziehung zu der British Kidney Patient Association. Wir bekamen eine Einladung nach England, um Einsicht in ihre Arbeit zu nehmen. Durch diese Beziehung erhalten wir Kontakt zu englischen Spezialisten und bekommen einen Eindruck von anderen kulturellen Perspektiven über Wohltätigkeitsarbeit in Zusammenhang mit Nierenkranken.

 

Am 21. September hat Kids Kidney Care eine ausserordentliche Generalversammlung abgehalten. Prof. Gilbert Thiel, Prof. Ernst Leumann und unsere grosszügige Gönnerin, Frau Christina Mahler, wurden als Ehrenmitglieder ernannt und die Statuten wurden revidiert.

 

Die zwei Professoren gaben uns unschätzbare Unterstützung in einem schwierigen Fall aus München. Die allein stehende Mutter eines betroffenen Kindes hatte über einen Brief an VNPZ, welcher an uns weitergeleitet wurde, einen lauten Hilfeschrei gemacht. In Zusammenarbeit mit "Bild der Frau" setzte sich Kids Kidney Care durch regelmässige Kontakte mit der Mutter und Caritas ein und half der Mutter, ihre Stabilität wieder aufzubauen. Um sie, nach sechs Jahren intensiver Pflege mit dem nierenkranken, behinderten Jungen zu entlasten, offerierten wir ihr und dem Kind einen Ferienaufenthalt in einem spezialisierten Hotel.

 

Wir bekamen viele Offerten von England, um Spendengelder zu sammeln. Wir engagierten Moon Beever Rechtsanwälte, London (ehrenamtlich) um die Vorschriften der englischen Gesetzgebung abzuklären und machten darauf eine Anfrage, um ein Bank-Konto in England zu eröffnen.

 

Im November trafen wir mit Vorstandsmitgliedern von VENK zusammen. Dabei deponierte der Präsident, Herr Tschudi, seine Ansichten über den Einsatz der finanziellen Mittel von Kids Kidney Care. Im Sinne von Anregungen nahmen wir diese Meinung entgegen, sind aber der Überzeugung, dass der Vorstand von Kids Kidney Care in eigener Kompetenz über die Gewinnung und Verwendung von Spendengeldern entscheiden wird.

 

Im Herbst/Winter brachte die Familie der Präsidentin zweimal einen Wohnungswechsel hinter sich. Unsere geplante Aktion "The Big Recycling" mussten wegen dieser Überlastung auf das Frühjahr 1999 verschoben werden. Der Sitz des Vereins ist seit 1. Dezember 1998 in 8175 Windlach, im Zürcher Unterland.

 

Wegen dem wachsenden Interesse an Kids Kidney Care und der steigenden Anzahl der Spender, machte der Vorstand gegen Ende des Vereinsjahres ein Gesuch an das Kantonale Steueramt Zürich, um den Status der Gemeinnützigkeit zu erhalten. Dies bedeutet eine allgemeine Steuerbefreiung für den Verein, welche vorteilhaft für den Fall wäre, wenn unsere Reserven steigen oder wir ein beträchtliches Legat bekommen sollten.

(Verfügung beigefügt)

 

Der Vorstand beschloss, zukünftige Reserven von Fr. 20'000.- auf ein Sparkonto einzuzahlen.

 

Zu unserem Bedauern trat unsere Aktuarin, Connie Simcock, am Ende des Vereinsjahr aus dem Vorstand aus. Als berufstätige Mutter sah sie für sich einen zu grossen Aufwand als Vorstandsmitglied. Ihre Leistung während dem Gründungsjahr war hervorragend und wir danken ihr, dass sie mitgeholfen hat, den Verein auf die Beine zu stellen. Da diese Funktion einen intensiven Arbeitsaufwand mit sich bringt, suchen wir mit Umsicht ein einsatzbereites Vorstandsmitglied.

 

Ich möchte hier die Gelegenheit benutzen, um den vielen Gönnern, Sponsoren und Helfern zu danken, die uns in dieser Anfangsphase unterstützten. Die Ermunterungen durch einige Eltern von nierenkranken Kindern und von Ärzten ist für uns von spezieller Bedeutung gewesen. Dazu möchten wir die ehrenamtliche Leistung der Werbeagentur, Studer & Zappe, der Rechtsanwalts Kanzlei, Baur & Imkamp, verschiedener Lithografen, sowie der Druckereien, Schnellert AG und Baumgartner AG u.a. hervorheben.

 

Die positive Unterstützung während unserem ersten Vereinsjahr begleitet uns auch weiterhin. Ich freue mich darauf, Sie in meinem nächsten Jahresbericht über einen Ausbau unseres Erfolgs informieren zu können.

 

 

Die Präsidentin

 

Windlach, den 15. Mai 1999

 

 

 

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Das unbehandelte Nierenversagen ist 100% tödlich!
PC Konto: 90-791745-7 / Bank Sparhafen, 8022 Zürich, Kto Nr. 165.048.237.08, IBAN CH09 0680 8016 5048 2370 8

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