Organspende - ein poetischer Ansatz


 

 
 

Ein Gedicht von einem Unbekannten beschreibt das Thema Organspende sehr treffend.

 

Gebt mein Augenlicht einem Menschen,
der niemals einen Sonnenaufgang gesehen hat,
niemals eines Kindlein Gesicht,
oder Liebe in den Augen einer Frau

 

Gebt mein Herz einem Menschen,

dessen eigenes Herz nichts als endlose Tage des Leidens verursacht

 

Gebt mein Blut einem Jugendlichen,

der aus dem Wrack seines Wagens befreit wurde,
sodass er erleben darf,
seine Enkelkinder spielen zu sehen

 

Gebt meine Nieren jemandem,
dessen Existenz tagtäglich von der Funktion einer Maschine abhängt

 

Nehmt meine Knochen,
jeden Nerv und Muskel meines Körpers,
und sucht nach einer Möglichkeit,
dass damit ein verkrüppeltes Kind wieder laufen kann

 

Erforscht jeden Winkel meines Gehirns,

nehmt die Zellen meines Körpers,
damit einmal möglich wird,
dass ein stummer Knabe laut jubeln kann,
wenn er ein Tor schiesst,
dass ein taubes Mädchen hören darf,
wie der Regen an sein Fenster trommelt

 

Dann verbrennt was übrig bleibt,
und verstreut meine Asche im Wind,
um damit Blumen zum Blühen zu verhelfen

 

Wenn Ihr wirklich irgend etwas von mir begraben wollt,
dann sollen das meine Fehler,
meine Schwächen und sämtliche Vorurteile gegen unsere Mitmenschen sein

 

Übergebt meine Sünden dem Teufel,
meine Seele aber übergebt Gott

 

Und möchtet ihr Euch meiner erinnern,
so tut eine gute Tat,
oder gebt ein freundliches Wort einem Menschen,
der Euch braucht

 

Und wenn Ihr all das für mich getan habt,
so werde ich ewig leben

 
 

 

 

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