Wilms Tumor – Ein Nierentumor bei Kindern

Anamnese Janine
 

 
 

JanineDer Wilms Tumor ist eine Krankheit, bei der bösartige Krebszellen in bestimmten Bereichen der Nieren gefunden werden. Häufig führt er zu Ablegungen in der Lunge, in der Leber oder im Gehirn.

 

Die Heilungschance (Prognose) und die Wahl der Behandlung sind abhängig vom Stadium des Krebses Ihres Kindes (ob er auf die Nieren begrenzt ist oder sich auf andere Organe ausgebreitet hat), welcher Art die Krebszellen sind (Histologie), sowie dem Alter des Kindes und seinem allgemeinen Gesundheitszustand. Wenn eine Therapie frühzeitig einsetzt besteht in über 80% der Fälle Aussicht auf Heilung.

 

Diese Krebsart ist für ungefähr 20%
der kindlichen Tumorenkrankungen
verantwortlich. Er tritt v.a. bei
Kindern unter 4 Jahren in
Erscheinung und ist bei Knaben fast
doppelt so häufig wie bei Mädchen.

 

Der Tumor wächst schnell und häufig entdecken die Eltern die "Masse" im Abdomen.

 

Weihnachten 2007

Unsere tapfere Tochter Janine hat
zwei sehr schwere Jahre hinter sich.
Angefangen hat es im November 2005
mit einem bösartigen Wilmstumor
auf der rechten Niere.

 

Eine Mutter erzählt:

"Als Janine 1 1⁄2 Jahre alt war habe ich eines Tages eine harte Stelle an der rechten Bauchseite von ihr bemerkt. Am nächsten Morgen sah diese Stelle bereits wie eine Beule aus. Die "Kugel" war von aussen sichtbar. Noch an diesem Tag (Donnerstag) schickte mich die Kinderärztin in die Notaufnahme des Kinderspitals Bern. Dort wurde per Ultraschall ein Tumor mit 12 cm Durchmesser auf der rechten Niere festgestellt. Am Freitag hatten wir die schreckliche Diagnose: der Tumor ist bösartig und hat sich leider bereits in die untere Hohlvene ausgedehnt. Am Samstagmorgen erhält Janine bereits die erste Dosis der Chemo-Therapie.

 

Anzeichen, dass es Janine nicht gut
ging hatten wir keine!! Es ist mir
aber eine Woche vor dem Eintritt ins
Spital aufgefallen, dass Janine
draussen einen Stein vom Boden nicht
aufheben konnte. Ich glaubte, es sei
wohl die neue Winterjacke, die Janine
etwas einengte. Nachträglich war mir
jedoch klar, dass sie sich gar nicht
mehr bücken konnte, da sie der Tumor
einschränkte.

 

Im März 2006 wird Janine operiert. Es ist eine sehr lange und komplizierte Operation. Die rechte Niere wird dabei entfernt und die untere Hohlvene wird ebenfalls operiert. Nach einer sechsmonatigen Chemotherapie sowie Bestrahlung können wir Janine’s Behandlung abschliessen und aufatmen. In Februar 2007 meldet sich der Krebs aber wieder zurück … die untere Hohlvene ist nun von einem Tumor in der Grösse von ca. 2 cm befallen.

 

Sie wird wieder operiert. Es wird ein künstliches Gefässersatz angebracht weil der linke Nierenabgang auch durchtrennt werden muss. Bei diesem Vorgang wird die Niere nicht mehr durchblutet und die Blutversorgung der Beine ist nicht mehr intakt. Janine's Beine schwellen an, da sie nicht mehr richtig durchblutet werden. Als Janine auf die Intensiv kommt, sind die Beine immer noch geschwollen und man weiss nicht, ob die Niere wieder arbeitet und die Beine genügend mit Blut versorgt sind. Janine wird zu dieser Zeit auch Blutverdünnungsmittel verabreicht, damit die künstliche Verbindung nicht verstopft, aber nach einem Tag steigt der Kreatinin-Wert extrem an. Janine schwebt zwischen Leben und Tod.

 

Alle haben Riesenangst. Janine will aber leben und setzt alles auf eine Karte. Nach 12 Tagen Intensivstation senkt plötzlich der Kreatinin-Wert. Niemand weiss wieso, aber später stellen die Ärzte durch ein MRI fest, dass obwohl die künstliche Verbindung bereits zu 100% geschlossen ist, wird sämtliches Blut der Niere durch "Umlaufbahnen" umgeleitet und bildete auch neue Blutwege in die Beine. (Scheinbar machen die Venen was sie wollen. Wenn eine Vene verschlossen ist sucht sie manchmal die eigenartigsten Umgehungen. Und das Wunder ist: Es funktioniert.)

 

Nach einer weiteren Bestrahlungs- und starken Chemotherapie hoffen wir fest, dass Janine nun gesund bleiben darf. Die linke Niere hat doch glücklicherweise alles überstanden.

 

Am 12. März 2008 wurde wieder ein CT und MRI vorgenommen, und die Familie durfte guten Bescheid entgegen nehmen. Janine ist wieder auf bestem Weg, gesund zu werden. Sie ist nun 3 und ein halb Jahre alt und freut sich, wenn die Haare wieder spriessen. Sie geniesst das Leben daheim und tankt mit ihren zwei älteren Brüdern auf, was sie versäumt hat.

 
 

 

 

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